Leistungen

Unser Leistungsangebot umfasst sämtliche Bereiche des Fachgebiets mit Ausnahme größerer Operationen und der assistierten Reproduktion.

Ein ausgewiesener Schwerpunkt unseres Zentrums ist die präventive Medizin, wobei wir neben der klassischen gynäkologischen Krebsvorsorge für Unterleib und Brust auch zahlreiche Themen zu den Bereichen Ernährung und Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System, Knochen und Bewegungsapparat, Beckenboden, chronische Infektionen, Schilddrüsenerkrankungen, Gerinnungssystem oder Schutzimpfungen abdecken.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Betreuung schwangerer Patientinnen mit einem besonderen Fokus auf Risiko- und Hochrisikoschwangerschaften. Wir betreuen gegenwärtig pro Jahr ca. 500 Schwangerschaften, eine Zahl, die in der Region ansonsten nur von mittelgroßen Krankenhäusern erreicht oder überschritten wird. Wir sind bei Bedarf in der Lage, sämtliche Leistungen der normalen und auch differenzierten geburtshilflichen Ultraschall-Diagnostik anzubieten. Diese umfassen die qualifizierte B-Bild-Diagnostik, die Doppler-Untersuchung des mütterlichen und kindlichen Gefäßsystems, die vorgeburtliche Herzdiagnostik und die geburtshilfliche 3D/4D-Sonografie. Alle in unserem Zentrum tätigen Ärzte und Ärztinnen sind qualifiziert, die erweiterte Organdiagnostik in der 19.-21. Schwangerschaftswoche durchführen zu können. In diesem Rahmen bieten wir auf Wunsch in Kooperation auch eine intensivierte Labordiagnostik an. Hierzu gehören neben infektiologischen Untersuchungen auch innovative Analysen zur Bestimmung des individuellen Risikos der Entwicklung einer Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung), Abklärung eines Vitamin D-Mangels und vor allem die nicht-invasive Diagnose von kindlichen Chromosomenstörungen (z. B. Down-Syndrom) im mütterlichen Blut.

Der zentrale Schwerpunkt unseres Zentrums ist aber die gynäkologische Onkologie, d. h. die Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Patientinnen mit Brustkrebs oder bösartigen Tumoren von Eierstock, Eileiter, Beckenbauchfell, Gebärmutter, Gebärmutterhals, Vagina und äußeren Genitalorganen wie Schamlippen, Damm oder Klitoris und ihrer Vorstufen. Wir decken hierbei verschiedene Verfahren im Rahmen der nicht- oder minimal-invasiven Diagnostik ab. Für den Brustkrebs besteht dies im qualifizierten Brustultraschall inklusive Farbdoppler-Sonografie, 3D/4D-Ultraschall, Gewebedichtemessung (Elastographie) und Ultraschall-gesteuerter Hochgeschwindigkeits-Biopsie. Für Krebsvorstufen oder Tumoren des Gebärmutterhalses und der äußeren Genitalorgane bieten wir darüber hinaus eine weitergehende Diagnostik im Rahmen einer Dysplasiesprechstunde an. Diese Leistungen werden am Standort Bonn-Friedensplatz angeboten.

Im Bereich der nicht-operativen Tumortherapie bieten wir am Standort Bonn-Friedensplatz sämtliche etablierte Verfahren der medikamentösen Behandlung von gynäkologischen Krebserkrankungen an. Hierzu gehören die antihormonelle Behandlung, aber vor allem auch die intravenöse Chemo- und Immuntherapie. Neben der Chemotherapie selbst ist für uns die Prophylaxe und Behandlung Chemotherapie-assoziierter Nebenwirkungen ein zentrales Anliegen. So führen wir bei allen Patientinnen mit Taxan-haltiger Chemotherapie (Therapie mit Eibenwirkstoffen wie Paclitaxel, Docetaxel, nab-Paclitaxel) aber auch Eribulin (Halaven®) einzigartig in der Region grundsätzlich zusätzlich zur obligaten Verabreichung von Vitamin B6 und E (bei gesetzlich versicherten Patientinnen natürlich auf „Kassenrezept“) die Kühlung von Händen und Füßen zur Vermeidung oder Minimierung von Nervenschädigungen durch. Gleichermaßen bieten wir in unserem Zentrum seit 2014 die Computer-gestützte Kopfhautkühlung zur Vermeidung oder Minimierung des Chemotherapie-bedingten Haarverlustes an. Wir waren neben Instituten in Hamburg und Bochum deutschlandweit der erste Standort, der dieses Verfahren allen Patientinnen auch außerhalb klinischer Studien anbieten konnte und stellen auch heute noch in der Region den einzigen Standort hierfür dar. Auch die Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen oder Blutbildveränderungen nehmen wir ernst. Hierzu setzen wir routinemäßig modernste Medikamente ein, die sich stets im Einklang mit den gegenwärtigen Leitlinien der nationalen und internationalen Fachorganisationen (ASORS, MASCC) befinden und teilweise auch bereits darüber hinausgehen.

Ein besonderes Anliegen unseres Zentrums ist die Prophylaxe und Therapie der Osteoporose. Osteoporose ist gegenwärtig gut zweimal so häufig wie Brustkrebs und ca. dreimal so häufig mittelbare oder unmittelbare Todesursache. Das ist aber vielen Ärzten, auch Frauenärzten oder Onkologen, bislang nur unzureichend bewusst! Osteoporose ist ein häufiges Phänomen bei Frauen nach den Wechseljahren. Auch Patientinnen unter oder nach medikamentöser Therapie von Brustkrebs oder anderen gynäkologischen Tumoren haben ein erhöhtes Osteoporose-Risiko. In unserem Zentrum bieten wir eine innovative Labordiagnostik zur Untersuchung des Knochenstoffwechsels an. Bei Patientinnen unter Chemotherapie oder in der Nachsorge aufgrund bösartiger Tumoren ist dies obligat.